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Baudenkmäler in Mecklenburg-Vorpommern Baudenkmäler in der Hansestadt StralsundAuf dieser Seite finden Sie Informationen zur Geschichte der Hansestadt Stralsund und zu den Stichworten Rathaus, Wulflamhaus, Kütertor, Kniepertor, Stadtmauer, Bürgerhäuser, Lambert Steinwich Denkmal, Kleines St. Jürgens Kloster. Das Gebiet um die Hansestadt Stralsund, insbesondere die Insel Rügen, war bereits in der mittleren Steinzeit, in der Bronzezeit und in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt, wie noch zahlreich vorhandene Großsteingräber (Dolmen) und Funde von Feuersteinwerkzeugen beweisen. Auf oder nahe dem Gebiet des alten Stralsunder Stadtkerns befand sich ein slawisches Fährdorf, das vermutlich den Namen Stralow trug, der auch in der Urkunde der Stadtrechtsverleihung auftritt. Die Beurkundung erfolgte durch Wizlaw I. Fürst der Rugianer zu Charenz (Garz auf Rügen) am 31.10. im Jahre 1234. Im letzten Drittel des 13. Jh. wurde die Stadtmauer mit zehn Stadttoren errichtet. Zwei der Stadttore und große Teile der Stadtmauer sind noch erhalten. Die 1256 erwähnte Neustadt (Gegend um den Neuen Markt herum) wurde bereits von der Stadtmauer mit eingeschlossen. Handwerk, Handel und Schifffahrt waren die Grundlage für den raschen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Seit 1358 der Bund der Hanse geschlossen wurde, gehörte Stralsund zu den mächtigsten Mitgliedern. Im dreißigjährigen Krieg hielt Stralsund erfolgreich der Belagerung durch das Heer Wallensteins stand. Zur Erinnerung an die Belagerung durch Wallenstein findet alljährlich im Sommer ein großes Volksfest (Wallensteintage) in der Altstadt statt. Nach Friedensschluß kamen Stralsund und Rügen unter schwedische Herrschaft.
Das Stralsunder Rathaus steht gleich neben der Nikolaikirche am Alten Markt. Es besteht aus zwei parallelverlaufenden dreigeschossigen Flügeln, die an ihren Schmalseiten durch Querbauten miteinander verbunden wurden. Die beiden mit spitzbögigen Blenden verzierten Flügel entstanden im 13. Jh. und bilden einen Innenhof, in den 1680 barocke Galerien eingebaut wurden.
Während der Querbau auf der Südseite ebenfalls aus dem 13. Jh. stammt, wurde der nördliche Querbau mit seiner großzügigen Laube im Erdgeschoß, einem darüberliegenden großen Saal und der prächtigen, reich gegliederten Backsteinschauwand wahrscheinlich am Anfang des 15. Jh. gebaut.
Im Innern des Rathauses befindet sich ein Renaissanceportal von 1579 und mehrere Stuckdecken aus dem 17. Jh.. An der Westseite wurde im 18. Jh. ein barockes Portal mit schwedischem Wappen eingebaut. Das Kellergewölbe des Rathauses ist begehbar und wird z. B. als Ausstellungs- und Verkaufsfläche während des Weihnachtsmarktes genutzt. ![]() Das Wulflamhaus steht gegenüber vom Rathaus auf dem Alten Markt. Der Stralsunder Bürgermeister Bertram Wulflam ließ es Mitte des 15. Jh. als Wohnhaus errichten. ![]() In Stralsund gibt es noch große zusammenhängende Gruppen von Häusern mit verschiedenartigsten Giebeln, die aber, da die Grundabmessungen der Häuser in dieser Zeitspanne kaum verändert wurden, recht geschlossen wirken und doch in ihrer gestalterischen Vielfalt dem Betrachter beim Bummel durch die alten Straßenzüge viel Abwechslung bieten. Als Beispiele seien hier die Mühlenstraße, die Mönchstraße, die Badenstraße, die Fährstraße und die Frankenstraße genannt. ![]() Das Kniepertor ist eines der beiden noch heute erhaltenen von ursprünglich zehn vorhandenen Stadttoren. Es hat eine spitzbögige Durchfahrt und wurde Anfang des 15. Jh. erbaut. ![]() Das Kütertor wurde 1446 erbaut. Es hat eine spitzbögige Durchfahrt und eine mit schlichtem Blendschmuck verzierte Fassade. In dem efeuberankten Fachwerkhaus links daneben befindet sich heute eine Jugendherberge. Verläßt man die Altstadt durch dieses Stadttor und geht geradeaus weiter, so kommt man über die "Weißen Brücken" über den Knieper Teich. Von hieraus zurückblickend schaut man auf die Stadtmauer und die Altstadt und die aus ihr herausragenden stattlichen Türme der mittelalterlichen Kirchen. ![]() Von der mittelalterlichen, aus Backsteinen errichteten Stadtmauer sind im Westen und Norden noch größere zusammenhängende Teile erhalten, die allerdings stellenweise durch Häuser überbaut sind. Dieser in die Stadtmauer integrierte Wachturm befindet sich zwischen dem Knieper- und dem Kütertor. ![]() Dieses Standbild zeigt Lambert Steinwich. Er war zu Zeiten der Wallensteinschen Belagerung im 30 jährigen Krieg Bürgermeister von Stralsund. Ursprünglich stand es auf dem Alten Markt. Heute steht es in den Grünanlagen am Franken Teich, so als blickte Lambert Steinwich über den Teich hinüber zur Marienkirche. ![]() Dieses malerische Gebäude mit seinem farbigen Relief über der Eingangstür steht direkt neben dem Kniepertor.
Selbstverständlich zählen auch
die Kirchen Stralsunds zu den Baudenkmälern. Informationen darüber
finden Sie auf einer Extraseite.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim
Besichtigen dieser Stralsunder Sehenswürdigkeiten.
NEU:
Auf dieser neuen Website stellen wir Ihnen Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten (Beschreibung, Fotos, Lage) in Mecklenburg-Vorpommern (MV) vor. Für Ihre Urlaubs- und Freizeitplanung finden Sie Unterkünfte, Veranstaltungen und vielfältige Angebote in MV oder können solche als Anbieter selbst eintragen.
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